Christian Venus – Biografie

 CV - Foto - credit: Michael Winkelmann

Kann sein, dass einem Christian Venus schon mal begegnet ist – früh morgens, in einer Eckkneipe auf St. Pauli oder neulich beim Pferde stehlen: Er ist dieser lässige Typ mit dem Drei-Tage-Bart, der kaputten Jeans und dem dünnen T-Shirt. Einer, der nach einer durchgemachten Nacht Selbstgedrehte rauchend auf dem Häuserdach liegt und sich zum Soundtrack of his life noch mal alles durch den Kopf gehen lässt. Venus ist ein Typ mit Ecken und Kanten, mit Meinungen und Standpunkten, mit Visionen und Zielen.
Ein Ziel  war schon immer Musikmachen: Bereits als Knirps und stolzer Besitzer einer vom großen Bruder geerbten Elvis-Kassette, wusste der gebürtige Kieler ganz genau, wohin es ihn eines Tages mal verschlagen wird: auf die Bühne.
Motiviert von der Stimme des Kings, eignet sich Venus schon während seiner Kindheit und Jugend die Grundlagen des Entertainments an: Er probt, post und singt vor dem Spiegel des elterlichen Hauses und feilt ab Jahr eins nach dem Stimmbruch so lange an seiner Stimme, bis sie vibriert wie mit dem Reibeisen gegerbt – tief, rau und direkt aus dem Bauch heraus. Das klingt nicht nach Schmusen auf der Couch, sondern schreit nach Bühne, Band und Publikum. Venus’ Stimme verwandelt seine Songs in einen abenteuerlichen Ritt auf der Welle der Emotionen; vom absoluten Glück bis ins tiefe Tal der Tränen braucht der heute 30-Jährige kaum mehr als drei Minuten. Jedes Wort wie ein Dartpfeil, jeder Song zielt direkt in Herz und Bein.

All jene, denen es vergönnt war, Venus auf der Bühne zu erleben, ihn schwitzen, ihn durchdrehen zu sehen, wissen längst um Christians unleugbare Live-Qualitäten. Er gibt bei jeder Show alles, als gäbe es kein morgen mehr.
Das kann man auch im Herbst 2006 bei seinen Auftritte als Support-Act von „Revolerheld“ und im Herbst 2007 auf seiner Tour mit „Sunrise Avenue“ selber beurteilen.

Auf seiner Debütsingle „3 Uhr morgens“ beschreibt der Wahl-Hamburger das Innehalten nach einer rastlosen, durchzechten Nacht, nach der man plötzlich nichts mehr weiß, außer dass einem jemand oder etwas unglaublich fehlt.

Christian Venus schreibt seine Songs nicht nur selber, darüber hinaus fungiert er auch als Produzent auf seinem Debüt-Album „3 Uhr morgens“, das im Oktober 2008 auf den Markt kommt. Unterstützung bekommt er hierbei von den beiden Produzenten David Jost & Christian Fleps die u.a. schon für Virginia Jetzt!, Faith Hill, Brian Molko arbeiten.
„Neun Monate mit Unterbrechungen“  schlug Christian sich die Studionächte um die Ohren und werkelte an den zwölf Stücken des Venus-Erstlings – eine für ein Debütalbum vergleichsweise lange Zeit, die der junge Hamburger trotz Majordeal mit diversen Überbrückungsjobs zwischenfinanzieren musste.
Er weiß gar nicht mehr, so Venus, mit „wie vielen beschissenen Jobs in den letzten Jahren“ er Miete und Brötchen verdienen musste, um den Rest seiner Zeit einzig und allein mit Musik und Songwriting verbringen zu können.

Christian Venus hat sein  Album mit seiner Band eingespielt, die er teilweise schon aus seiner Schulzeit kennt: „Meinen Schlagzeuger Marco Möller kenne ich schon ewig, Wir kommen aus zwei Dörfern, die genau nebeneinander liegen und mit ihm habe ich schon in Kiel zusammen Musik gemacht. Christian Hartung, unser Gitarrist war auf einmal einfach da, und unsere Bassistin Sonja Milena Glass habe ich auf dem Kontaktstudiengang Popularmusik an der Hamburger Musikhochschule kennen gelernt, und wir haben gleich angefangen, Songs zu schreiben. Kurz darauf bin ich mit Sonja und Marco in Hamburg in eine klitzekleine Wohnung zusammengezogen. Taco, unseren Keyboarder, habe ich auf ganz lustige Weise das erste Mal in meinem Treppenhaus getroffen.“

Im Moment arbeitet Christian Venus in seinem Studio in Hamburg an den Liedern zu seinem zweiten Album, das  dieses Jahre auf den Markt kommen wird.

Gefragt nach dem Charakter seiner Musik, antwortet er: „Wenn es überhaupt einen roten Faden gibt, der sich durch meine Stücke zieht, dann ist es vielleicht die Suche nach Glück, nach etwas, von dem man nicht genau weiß, was es sein könnte oder wo man es findet. Es geht um Abschied und die Freude auf das Wiedersehen; es geht um das letzte Mal und die Hoffnung auf einen Neuanfang.“