Helen Schneiders Band “M´Jobi”:

Nach langer Zusammenarbeit der einzelnen Bandmitglieder in verschiedensten Formationen hat sich auf Initiative von Mini Schulz im Jahre 2004 die Band M´JObi gegründet, um als feste Band mit der amerikanischen Ausnahmekünstlerin Helen Schneider auf musikalische Reisen zu gehen. Mit dem Jo Ambros an den Gitarren, dem Stuttgarter Mini Schulz am Kontrabass und Obi Jenne an den Schlaginstrumenten treffen 3 Musiker zusammen, deren Herangehensweise an die Musik fern von jeglichen stilistischen Grenzen ist. Alle drei sind vielfältig ausgebildet, erfahren in Bereichen der Klassik, des Jazz und Rock, Soul, R&B und Neuer Musik und können nicht zuletzt durch diese Erfahrungen eine Klangkomplexität hervorzaubern, welche Helen Schneiders vielseitige Stimme optimal unterstützt auf natürliche Art mit ihr verschmilzt. Die Grenzen zwischen Stimme und Instrumenten sind fließend, als kongeniale Partner man nimmt sich mit in verschiedenste Stimmungen und folgt einander in stets neue musikalische Regionen.

Jo Ambros – Gitarre:

Der 1973 in Böblingen geborene Jazz-Gitarrist Jo Ambros studierte an den Hochschulen für Musik in Würzburg und bei Werner Acker an der Musikhochschule Stuttgart Jazz- und Popularmusik. Er gilt als einer der interessantesten und vielseitigsten Jazzgitarristen der jüngeren Generation. 2001 war er Stipendiat der Kunststiftung Baden- Württemberg, desweiteren erhielt er vom Deutschen Akademischen Austauschdienst ein Stipendium für New York. 2004 wurde Jo Ambros für „seine große stilistische Breite sowie die Expressivität seiner künstlerischen Arbeit“ mit dem Jazzpreis-Baden-Württemberg ausgezeichnet. Neben Konzerten mit Helen Schneider, Marcia Haydée, Giora Feidman, Les McCann oder den Pointer Sisters, arbeitete er auch an Hörspielen, Soundinstallationen mit der bildenden Künstlerin Eva Paulitsch (SoundCities, 1998) und im Theaterbereich (Theresas Traum, Museumsquartier Wien). 2004 erschien seine Solo- CD „wanderlust“.

Mini Schulz – Bass:

geboren 1966 in Stuttgart, ist sowohl als Bassist in Orchester- und Kammermusik, als auch in der Jazz- und Popszene aktiv. Er absolvierte sein Studium in Stuttgart, danach weiterführend in Wien, Kopenhagen und New York. Engagements u. a. beim RSO Stuttgart, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele und dem Bach Collegium Stuttgart. Von 1993 bis 2006 war er Bassist und Manager beim Stuttgarter Kammerorchester. Er arbeitete u. a. mit Laurie Anderson, Stephane Grapelli, der SWR Big Band, den Pointer Sisters, Katie Melua, Lou Reed, Till Brönner, Nina Corti und Wolfgang Dauner. Seit 2002 Bandleader für Helen Schneider. Ab 1997 ist er am Institut für Jazz und Pop an der Musikhochschule Stuttgart tätig, seit 2006 Professor und Leiter des Studiengang Pop. Mini Schulz ist Mitbegründer des „Popbüro Region Stuttgart“, Initiator der Reihe „Jazz für Kinder“, sowie künstlerischer Leiter des internationalen BIX-Jazzclub in Stuttgart. Er ist Mitglied der künstlerischen Leitung der Festivals „jazzopen“ und „Boomtown“ und Vizepräsident des Landesmusikrat Baden-Württemberg.

Obi Jenne – Schlagzeug:

geboren 1970 in Heidelberg, begann Meinhard “Obi” Jenne sehr früh, sich für das Schlagzeug zu interessieren und studierte bereits als 17-jähriger an der staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen klassisches Schlagzeug. Er wirkte bei Produktionen mit nahezu allen Radio-Sinfonieorchestern Deutschlands, dem Ensemble Modern, German Brass und war jeweils ein Jahr fest im Nationaltheater Mannheim und als Akademist bei den Berliner Philharmonikern. Er spielt mit den „German Jazz Masters“, mit Wolfgang Dauner, Klaus Doldinger, Manfred Schoof. Jenne wirkt bei zahlreichen CD- Aufnahmen und spielte mit Musikern wie: Art Farmer, Jimmy Woode, Benny Golson, Ack van Rooyen, Chuck Berry, Xavier Naidoo, Imaani Saleen, Pointer Sisters, ACF (mit Joo Kraus), Les McCann, Janice Dixon, Cecile Verny, dem Klaus Graf Quartett mit Olaf Polziehn, Max Greger Jr. & Senior, Kenny Wheeler und vielen mehr. Jenne ist mit seinen Bands Stuttgart Jazz Orchestra, Soul Diamonds und Band in the Bix auf der Bühne zu sehen sowie als künstlerischer Leiter der Porsche Big Band Stuttgart tätig. Ebenso ist er der Schlagzeuger der vielbeachteten Erich-Kästner-Projekte mit Walter Sittler.


Helen Schneider – in “Verwandlungen” von Anne Sexton

HS -
Foto: Lutz Schelhorn, Hamm

„Verwandlungen“ ist Anne Sextons wohl bekanntestes und auch zugänglichstes Werk.
In ironischer und bissiger Art transponiert sie Grimms Märchen in ihre Jetztzeit, das Amerika der 60er und 70er Jahre. Sie zeichnet ein klares Bild des „American Dream“ und der Schattenseiten des „Anything goes!“. Alltagssprache mischt sich mit poetischen Metaphern und wird so zu einer Art Pop-Art der Literatur.

Helen Schneider verwandelt sich in eine “mittelalte Hexe, die ein oder zwei Geschichten erzählt”. Vorlage sind die Märchen der Gebrüder Grimm, die Anne Sexton in “Transformations – Verwandlungen” verarbeitet hat, in Gedichte voller schwarzem, bitterbösem Humor. Es treten auf: Schneewittchen, Dornröschen, Rotkäppchen und all die anderen Figuren, die vom Erwachsen-Werden, von Liebe, Missbrauch, Widerstand, Sieg und Niederlage erzählen. Begleitet von Jo Ambros (Gitarre) und Mini Schulz (Kontrabass) erarbeiten Helen Schneider und Eva Hosemann einen lebenssatten, gewitzten Theaterabend, der durchwoben wird von Songs der 60er-Jahre.

Die Suche nach weiblicher Selbstbestimmtheit und das gleichzeitige Zerbrechen an den eigenen und männlichen Lebenswelten und die Flucht in Rausch, Exzesse und Abhängigkeiten ist das Leitmotiv für die theatrale Auseinandersetzung und musikalische Verortung von Anne Sextons „Verwandlungen“.

Anne Sexton, geboren 1928 in Newton, Massachussetts, lebte zunächst das klassische Klischee der Mittelschichts-Hausfrau, bis sie im Alter von 28 Jahren nach einem psychotischen Schub auf Anraten ihres Therapeuten Lyrik zu schreiben begann. In den nächsten 15 Jahren wurde sie zu einer der prominentesten Vertreterinnen der „confessional poets”. Sie erhielt bedeutende Literaturauszeichnungen, darunter den Pulitzer-Preis. Ähnlich wie Sylvia Plath’s Roman „Die Glasglocke“ zählt „Verwandlungen“ zum Grundkanon der feministischen Literatur. Am 4. Oktober 1974 nahm sie sich das Leben.

“Verwandlungen” ist ein Musikprojekt von Helen Schneider und Eva Hosemann und entsteht als Koproduktion mit Helen Schneider/Büro Michael Schoebel und Jazzcom.
Besetzung: Helen Schneider, Jo Ambros und Mini Schulz
Inszenierung: Eva Hosemann
Musikalische Leitung: Mini Schulz
Ausstattung: Stephan Bruckmeier

“Verwandlungen”
zeigt das Stuttgarter Theater “Rampe” vom 28. Januar 2012 bis 11. Februar 2012

Karten-Bestellung unter:
Theater Rampe
Filderstraße 47 | 70180 Stuttgart
Tel: 0711 – 62009090 | Fax: 0711 – 620090920

oder direkt online über: www.theaterrampe.de


Helen Schneider – als June Carter-Cash jetzt auf Tournee

HS - als June Carter
Gunter Gabriel als “The Man in Black” und Helen Schneider als June Carter-Cash – nach dem großen Erfolg in Berlin und Hamburg jetzt auf Tournee.

Johnny Cash ist eine amerikanische Ikone. Jeder kennt seine Lieder, sein Leben wurde verfilmt und seine Stimme, schwärmte Bob Dylan, “schien aus dem Mittelpunkt der Erde zu kommen”.
Der Südstaaten Farmersohn fand seine Liebe zur Gitarre und zur Musik während seines Aufenthalts als US-Soldat in Deutschland. Johnny Cash, der 1953 in Landsberg am Lech, bereits seinen ersten Song geschrie-ben hatte, war Ende der 60er Jahr noch erfolgreicher als die Beatles. Hunderte Schallplattenaufnahmen weltweit beweisen die Ausnahme-stellung des Musikers, der 1980 48-jährig als jüngster lebender Künstler die höchste Auszeichnung der Country-Music erhielt: die Aufnahme in die Country Music Hall of Fame.

Sein Leben ist wie ein Roman: voller Höhen und Tiefen. Als “Man in Black” wurde Johnny Cash zur lebenden Legende, der trotz tiefster Abstürze immer wieder einen Weg nach ganz Oben fand. Sein Leben war eine Achterbahnfahrt zwischen Weltruhm und Drogenab-sturz, religiösem Eifer und Entzug. Ein Künstlerdasein zwischen Himmel und Hölle. Wenn er zur Gitarre griff und die Bühne betrat, gab er sich zu erkennen: “Hello, I’m Johnny Cash”. Als er starb, trauerte die Musikwelt. Nun steht er wieder auf:
Gunter Gabriel, der Freund aus dem fernen Deutschland, wo alles begann, ist Johnny Cash. Er lässt den Unvergessenen wieder aufleben und bringt ihn auf die Bühne zurück, ihn und zugleich auch June Carter-Cash, seine Bühnenpartnerin und große Liebe.

Als kleiner Junge legte Johnny Cash in den 40-er Jahren sein Ohr ans Radio und lauschte dem Country-Kinderstar June Carter. 1968 machte er ihr einen Heiratsantrag – nicht in romantischer Zweisamkeit, sondern im ausverkauften Konzertsaal, und auch nicht den ersten, sondern den 40.!

Johnny Cash gilt als einer der einflussreichsten Gestalten der amerikanischen Musik- und Popkultur. Menschen aller Altersstufen sind nach wie vor von ihm fasziniert. Johnny Cash, hat im Laufe seines Lebens etwa 500 Songs geschrieben, mehr als 53 Millionen Tonträger verkauft. Er wurde sowohl zu Lebzeiten als auch postum mit den bedeutendsten Preisen und Ehrungen der Musikindustrie, darunter allein mit 15 Grammy Awards ausgezeichnet. Gut 30 seiner schönsten Titel, darunter „Walk the Line“, „Ring of Fire“, „Jackson “ oder „There ain’t no Grave“ bilden die Grundlage für diesen Theaterabend.

Mit: Gunter Gabriel und Helen Schneider, begleitet von einer Live-Band
Regie: Volker Kühn
Helen Schneider und Gunter Gabriel als June Carter und Johnny Cash, TV-Auftritt bei “Willkommen bei Carmen Nebel” (ZDF) vom 26.02.2011