Der Ghetto Swinger

Gastspiel im Renaissance Theater Berlin

Aus dem Leben des Jazzmusikers Coco Schumannvon Kai Ivo Baulitz – Fassung mit Musik von Gil Mehmert

Termine:
  • 29.10.2014
  • 30.10.2014
  • 05.11.2014
  • 06.11.2014

ghettoswinger

 


Helen Schneiders Band “M´Jobi”:

Nach langer Zusammenarbeit der einzelnen Bandmitglieder in verschiedensten Formationen hat sich auf Initiative von Mini Schulz im Jahre 2004 die Band M´JObi gegründet, um als feste Band mit der amerikanischen Ausnahmekünstlerin Helen Schneider auf musikalische Reisen zu gehen. Mit dem Jo Ambros an den Gitarren, dem Stuttgarter Mini Schulz am Kontrabass und Obi Jenne an den Schlaginstrumenten treffen 3 Musiker zusammen, deren Herangehensweise an die Musik fern von jeglichen stilistischen Grenzen ist. Alle drei sind vielfältig ausgebildet, erfahren in Bereichen der Klassik, des Jazz und Rock, Soul, R&B und Neuer Musik und können nicht zuletzt durch diese Erfahrungen eine Klangkomplexität hervorzaubern, welche Helen Schneiders vielseitige Stimme optimal unterstützt auf natürliche Art mit ihr verschmilzt. Die Grenzen zwischen Stimme und Instrumenten sind fließend, als kongeniale Partner man nimmt sich mit in verschiedenste Stimmungen und folgt einander in stets neue musikalische Regionen.

Jo Ambros – Gitarre:

Der 1973 in Böblingen geborene Jazz-Gitarrist Jo Ambros studierte an den Hochschulen für Musik in Würzburg und bei Werner Acker an der Musikhochschule Stuttgart Jazz- und Popularmusik. Er gilt als einer der interessantesten und vielseitigsten Jazzgitarristen der jüngeren Generation. 2001 war er Stipendiat der Kunststiftung Baden- Württemberg, desweiteren erhielt er vom Deutschen Akademischen Austauschdienst ein Stipendium für New York. 2004 wurde Jo Ambros für „seine große stilistische Breite sowie die Expressivität seiner künstlerischen Arbeit“ mit dem Jazzpreis-Baden-Württemberg ausgezeichnet. Neben Konzerten mit Helen Schneider, Marcia Haydée, Giora Feidman, Les McCann oder den Pointer Sisters, arbeitete er auch an Hörspielen, Soundinstallationen mit der bildenden Künstlerin Eva Paulitsch (SoundCities, 1998) und im Theaterbereich (Theresas Traum, Museumsquartier Wien). 2004 erschien seine Solo- CD „wanderlust“.

Mini Schulz – Bass:

geboren 1966 in Stuttgart, ist sowohl als Bassist in Orchester- und Kammermusik, als auch in der Jazz- und Popszene aktiv. Er absolvierte sein Studium in Stuttgart, danach weiterführend in Wien, Kopenhagen und New York. Engagements u. a. beim RSO Stuttgart, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele und dem Bach Collegium Stuttgart. Von 1993 bis 2006 war er Bassist und Manager beim Stuttgarter Kammerorchester. Er arbeitete u. a. mit Laurie Anderson, Stephane Grapelli, der SWR Big Band, den Pointer Sisters, Katie Melua, Lou Reed, Till Brönner, Nina Corti und Wolfgang Dauner. Seit 2002 Bandleader für Helen Schneider. Ab 1997 ist er am Institut für Jazz und Pop an der Musikhochschule Stuttgart tätig, seit 2006 Professor und Leiter des Studiengang Pop. Mini Schulz ist Mitbegründer des „Popbüro Region Stuttgart“, Initiator der Reihe „Jazz für Kinder“, sowie künstlerischer Leiter des internationalen BIX-Jazzclub in Stuttgart. Er ist Mitglied der künstlerischen Leitung der Festivals „jazzopen“ und „Boomtown“ und Vizepräsident des Landesmusikrat Baden-Württemberg.

Obi Jenne – Schlagzeug:

geboren 1970 in Heidelberg, begann Meinhard “Obi” Jenne sehr früh, sich für das Schlagzeug zu interessieren und studierte bereits als 17-jähriger an der staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen klassisches Schlagzeug. Er wirkte bei Produktionen mit nahezu allen Radio-Sinfonieorchestern Deutschlands, dem Ensemble Modern, German Brass und war jeweils ein Jahr fest im Nationaltheater Mannheim und als Akademist bei den Berliner Philharmonikern. Er spielt mit den „German Jazz Masters“, mit Wolfgang Dauner, Klaus Doldinger, Manfred Schoof. Jenne wirkt bei zahlreichen CD- Aufnahmen und spielte mit Musikern wie: Art Farmer, Jimmy Woode, Benny Golson, Ack van Rooyen, Chuck Berry, Xavier Naidoo, Imaani Saleen, Pointer Sisters, ACF (mit Joo Kraus), Les McCann, Janice Dixon, Cecile Verny, dem Klaus Graf Quartett mit Olaf Polziehn, Max Greger Jr. & Senior, Kenny Wheeler und vielen mehr. Jenne ist mit seinen Bands Stuttgart Jazz Orchestra, Soul Diamonds und Band in the Bix auf der Bühne zu sehen sowie als künstlerischer Leiter der Porsche Big Band Stuttgart tätig. Ebenso ist er der Schlagzeuger der vielbeachteten Erich-Kästner-Projekte mit Walter Sittler.


Helen Schneider – in “Verwandlungen” von Anne Sexton

HS -
Foto: Lutz Schelhorn, Hamm

„Verwandlungen“ ist Anne Sextons wohl bekanntestes und auch zugänglichstes Werk.
In ironischer und bissiger Art transponiert sie Grimms Märchen in ihre Jetztzeit, das Amerika der 60er und 70er Jahre. Sie zeichnet ein klares Bild des „American Dream“ und der Schattenseiten des „Anything goes!“. Alltagssprache mischt sich mit poetischen Metaphern und wird so zu einer Art Pop-Art der Literatur.

Helen Schneider verwandelt sich in eine “mittelalte Hexe, die ein oder zwei Geschichten erzählt”. Vorlage sind die Märchen der Gebrüder Grimm, die Anne Sexton in “Transformations – Verwandlungen” verarbeitet hat, in Gedichte voller schwarzem, bitterbösem Humor. Es treten auf: Schneewittchen, Dornröschen, Rotkäppchen und all die anderen Figuren, die vom Erwachsen-Werden, von Liebe, Missbrauch, Widerstand, Sieg und Niederlage erzählen. Begleitet von Jo Ambros (Gitarre) und Mini Schulz (Kontrabass) erarbeiten Helen Schneider und Eva Hosemann einen lebenssatten, gewitzten Theaterabend, der durchwoben wird von Songs der 60er-Jahre.

Die Suche nach weiblicher Selbstbestimmtheit und das gleichzeitige Zerbrechen an den eigenen und männlichen Lebenswelten und die Flucht in Rausch, Exzesse und Abhängigkeiten ist das Leitmotiv für die theatrale Auseinandersetzung und musikalische Verortung von Anne Sextons „Verwandlungen“.

Anne Sexton, geboren 1928 in Newton, Massachussetts, lebte zunächst das klassische Klischee der Mittelschichts-Hausfrau, bis sie im Alter von 28 Jahren nach einem psychotischen Schub auf Anraten ihres Therapeuten Lyrik zu schreiben begann. In den nächsten 15 Jahren wurde sie zu einer der prominentesten Vertreterinnen der „confessional poets”. Sie erhielt bedeutende Literaturauszeichnungen, darunter den Pulitzer-Preis. Ähnlich wie Sylvia Plath’s Roman „Die Glasglocke“ zählt „Verwandlungen“ zum Grundkanon der feministischen Literatur. Am 4. Oktober 1974 nahm sie sich das Leben.

“Verwandlungen” ist ein Musikprojekt von Helen Schneider und Eva Hosemann und entsteht als Koproduktion mit Helen Schneider/Büro Michael Schoebel und Jazzcom.
Besetzung: Helen Schneider, Jo Ambros und Mini Schulz
Inszenierung: Eva Hosemann
Musikalische Leitung: Mini Schulz
Ausstattung: Stephan Bruckmeier

“Verwandlungen”
zeigt das Stuttgarter Theater “Rampe” vom 28. Januar 2012 bis 11. Februar 2012

Karten-Bestellung unter:
Theater Rampe
Filderstraße 47 | 70180 Stuttgart
Tel: 0711 – 62009090 | Fax: 0711 – 620090920

oder direkt online über: www.theaterrampe.de